Corona - Spielbetrieb

Liebe Sportkameradinnen und Sportkameraden,

die Bayerische Staatsregierung hat nun die Corona-Regelungen zum 02.09.2021 geändert.

Aber was gilt nun nach den vielen Änderungen? Durch verschiedene Anfragen merkt man, dass es einige sehr verunsichert sind.

Es tauchten Fragen auf, wie:

Wenn ich beim Heimwettkampf die Verantwortung tragen muss, was ist dann, wenn sich jemand beim Wettkampf infiziert?

Gilt ein Selbsttest, der zuhause durchgeführt wurde?

Darf ich jemanden auf die Kegelbahn lassen, wenn er keinen Nachweis den 3-G-Regeln entsprechend erbringen kann?

Ich möchte euch hiermit mal einen Überblick geben, was wir zu beachten haben, damit wir unseren Sport ohne Bedenken ausüben können.

 

Grundsätzlich gelten die AHA+L-Regeln, sowie ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 zusätzlich die 3-G-Regeln und im Bereich der

Bewirtung/Zuschauer die zusätzlichen Regelungen für die Gastronomie.

AHA+L-Regeln

Um das Ansteckungsrisiko für andere und für sich selbst so gering wie möglich zu halten, sollten grundsätzlich die AHA+L-Regeln praktiziert werden.

Diese müssten für alle nach über 1,5 Jahren Pandemie geläufig sein. Trotzdem sollen sie hier nochmal aufgelistet werden:

Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, sowie regelmäßig Lüften.

Anmerkung zum Lüften:

Nachdem es letzte Saison eine Flut an Beiträgen zu Berechnungen von Volumen der Kegelbahnen und der Aufenthaltsbereiche und von Fenster- und

Türflächen und was weiß ich noch alles zur Belüftung von Kegelbahnen gegeben hat, konnte ich auf offiziellen Webseiten der Regierung und

des RKI "nur" den Ausdruck "regelmäßiges Lüften" oder "Stoßlüften" finden, nicht aber den Ausdruck "ausreichendes Belüften".

Niemand definierte aber den Ausdruck "ausreichende Belüftung" im Zusammenhang mit Corona oder Infektionsrisiko im Detail.

Ich denke, hier muss einfach der gesunde Menschenverstand und ein gutes Gefühl maßgebend sein. Öffnet man z.B. ein kleines Fenster und eine

Tür und es zieht wie Hechtsuppe, weil es draußen Windstärke 7 hat, dann ist eine wesentlich kürze Zeit zum Lüften ausreichend, als wenn fünf

Fenster geöffnet werden und die Luft bewegt sich nicht oder kaum. Wer also soll diese vielen Faktoren in eine normgerechte Berechnung fassen?

Das ist meiner Meinung nach gar nicht möglich. Deswegen lüftet bitte nach vollendeten 120 Wurf solange, bis jeder das Gefühl hat, dass es ausreichend ist.

3-G-Regeln (geimpt - genesen - getestet)

Seit 02.09.2021 gelten nun ab einem Inzidenzwert von 35 die 3-G-Regeln der Bayerischen Staatsregierung.

Diese Erläuterung ist mit einfachen Sätzen leicht verständlich formuliert und sollte für jedermann verständlich sein.

Ist die Inzidenz also niedriger, dann sind diese Regeln nicht maßgebend.

Anmerkung zum Selbsttest unter Aufsicht:

Ein Selbsttest unter Aufsicht macht natürlich nur Sinn, wenn dieser vor Ort auf der Kegelbahn vor den Augen des Verantwortlichen durchgeführt wird.

Würde euch genügen, wenn da jemand kommt und behauptet, er hätte irgendwo einen Selbsttest gemacht, was irgendwer gesehen hätte?

Man lässt sich doch auch die Nachweise zeigen, welche belegen, ob jemand geimpt, genesen oder von offizieller Seite getestet ist.

Es steht nirgendwo geschrieben, dass diese Selbsttests zuhause durchgeführt werden müssen, sie können doch überall mit hingenommen werden und

genauso gut eben auf einer Kegelbahn, da allerdings unter Aufsicht, durchgeführt werden.

Selbsttest, welche z.B. in Firmen durchgeführt und darüber hinaus mit einem von der Firma ausgestellten, abgestempelten und unterschriebenen Dokument

belegt werden, sind ebenfalls akzeptabel.

Leider haben nun schon ein paar Vereine in MFR, ihren Gegnern mitgeteilt, dass bei ihnen - aus was für Gründen auch immer - grundsätzlich keine Selbsttests

unter Aufsicht akzeptiert werden. Diese grundsätzlich ablehnende Haltung gegen Selbsttests ist höchst bedenklich, denn es werden dadurch den Leuten legitime

Rechte vorenthalten. Wenn die Regierung solche Selbsttests unter Aufsicht akzeptiert, sollten es wohl deren Bürger ebenfalls so umsetzen können.

Natürlich sollte so ein Selbsttest, wie zuvor beschrieben, unter Aufsicht des Verantwortlichen stattfinden oder mit einem Dokument belegbar sein, welches

z.B. von einer Firma ausgestellt wurde und in dem klar erkennbar ist, WER WANN um welche UHRZEIT getestet wurde, was für ein ERGEBNIS der Test ergab

und das Ganze mit Stempel der Firma und Unterschrift der Aufsicht versehen ist. So ist ein Verantwortlicher eines Klubs genügend abgesichert.

Diese Ablehnung der Selbsttest erschwert uns die Durchführung einer regulären Saison und spaltet zudem unsere Gesellschaft in Deutschland. Auch wäre

die Bundesregierung gut beraten, mit dieser "Hetze" gegen die Ungeimpften endlich aufzuhören. Diese wissen über das Risiko einer Ansteckung und deren

möglicher Folgen ausreichend Bescheid und tragen es selbst. Was spricht also dagegen, allen überall uneingeschränkten Zutritt zu gewähren?

Hierzu könnte man ein komplettes Buch schreiben.

 

Zusammenfassung:

Um in ein Gebäude zu gelangen, muss man ab einer Inzidenz von 35 nach den 3-G-Regeln einen entsprechenden Nachweis vorlegen oder vor Ort einen

PCR-Schnell- oder Selbsttest unter Aufsicht durchführen oder diesen, wie zuvor beschrieben, nachweisen.

Wer in einem Gebäude umhergeht, der hat einen Schutz über Mund und Nase (FFP2-Maske aktuell nicht vorgeschrieben) zu tragen.

Wer auf seinen Platz sitzt oder gerade kegelt, der darf den Mund- und Nasenschutz absetzen.

Nach 120 Wurf ist die Kegelbahn und der Zuschauerbereich zu belüften.

Es darf wieder angefeuert werden, dann in kleineren Räumlichkeiten bitte öfter Lüften.

Duschen dürfen benutzt werden.

Eigentlich ist alles FAST wie früher ...

 

GUT HOLZ

 

Oliver Durin

Bezirkssportwart MFR